Wasserknappheit: Hilfe zur Selbsthilfe – packen wir’s gemeinsam an!

Wassermeister Markus Gonaus mit dem Anhänger samt Wassercontainer

©Gemeinde Kirchberg/Wieseneder

Die anhaltende Trockenheit macht auch unseren heimischen landwirtschaftlichen Betrieben zunehmend zu schaffen. Viele Brunnen auf den Höfen führen mittlerweile kein oder nicht mehr ausreichend Wasser. Gerade für die Versorgung der Tiere wird damit laufend zusätzliches Wasser benötigt.

Viele Landwirte holen bereits selbst Wasser an unserer Entnahmestelle beim Gemeindeamt. Zusätzlich dazu hat unsere Feuerwehr in den vergangenen Wochen mehr als 120.000 Liter Wasser ausgeliefert – das waren über 30 Fahrten. Dafür ein großes Danke an unsere Kameradinnen und Kameraden!

Uns ist aber auch klar: Auf Dauer ist das so nicht stemmbar. Die Feuerwehr muss für ihre eigentlichen Aufgaben verfügbar bleiben. Gleichzeitig sind die kostenpflichtigen Lieferungen durch die Feuerwehr auch für die betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe eine zusätzliche finanzielle Belastung.

Deshalb haben wir uns überlegt: Wie können wir als Gemeinde rasch, unkompliziert, flexibler und vor allem günstiger unterstützen?

Unsere Lösung ist bewusst einfach und setzt auf Hilfe zur Selbsthilfe:

Die Gemeinde stellt vier Wassercontainer mit je 1000 Liter Fassungsvolumen auf einem geeigneten Anhänger zur Verfügung, die mit einem entsprechenden Zugfahrzeug abgeholt werden können. Der Anhänger samt Wassercontainer befindet sich auf dem hinteren Gemeindeparkplatz beim Schlosspark.  Befüllt werden können sie an unserer Entnahmestelle beim Gemeindeamt. Der Schacht befindet sich neben dem Eingang auf der St. Pöltner Straßenseite und der passende Schlauch dazu befindet sich im Windfang rechts. 

Damit schaffen wir eine zusätzliche Möglichkeit für all jene, die selbst keinen geeigneten Wasserbehälter zur Verfügung haben. Die Entnahme mit der Angabe der entsprechenden Menge muss wie auch bei Abholung mit eigenem Gerät an der Entnahmestelle dokumentiert werden. Dazu dient das Heft, welches sich ebenso im Windfang der Eingangstür befindet. 

Die Organisation soll genauso einfach bleiben: Wir richten eine WhatsApp-Gruppe ein. Wer den Anhänger holt, gibt dort kurz Bescheid – und ebenso, wenn er wieder zurückgebracht wurde. Damit weiß jeder, ob unser Anhänger gerade verfügbar ist.

Und vielleicht geht die Hilfe zur Selbsthilfe noch einen Schritt weiter: Nicht jeder hat das passende Gerät, aber gemeinsam haben wir vieles. Wenn es möglich ist, bitten wir daher auch darum, sich untereinander mit Anhängern, Zugfahrzeugen oder beim Transport zu unterstützen. Die WhatsApp-Gruppe kann auch dafür genutzt werden, sich unkompliziert abzusprechen.

Wer dabei sein möchte, kann sich ab sofort im Sekretariat des Bürgermeisters bei Alexandra Wieseneder 02722/7309-19 oder bei Markus Gonaus 0676/760 53 79 anmelden und wird anschließend in die WhatsApp-Gruppe aufgenommen.

Wir wissen, dass wir damit die Wasserknappheit nicht lösen können. Aber wir können als Gemeinde dazu beitragen, dass die vorhandenen Möglichkeiten möglichst gut genutzt werden. Einfach, flexibel, kostengünstiger und gemeinsam.

Und genau darum geht es uns: Nicht lange darüber reden, warum etwas schwierig ist, sondern schauen, was wir miteinander möglich machen können.

 

Bgm. Mag. (FH) Martin Robausch MPH & GGR Markus König 

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14.08.2026